Der Roman ‚Der Brief der Magdalena‘ von Isabelle von Fallois bekommt von mir 5 Sterne, weil er auf einzigartig schöne und angenehm zu lesende Weise die Künste, Oper, Ballett, Malerei und die verschiedenen Ebenen und Dimensionen der Liebe mit der spirituellen Ebene der Engel, Maria Magdalena und Jesus Christus verbindet.
Im Roman sind Marie, ihre Freundin Véronique, der Star-Tenor Julien und Lucius auf den Spuren eines Rätsels, das zu einer verborgenen Botschaft führt. Die Erzählung ist eingebettet in die Welt der Oper und des Balletts. Dabei nehmen Richard Wagners Parsifal und Lohengrin eine besondere Rolle ein, dem ebenbürtig dargestellt sind der Tanz und das Ballett Schwanensee. Die Handlung führt uns an verschiedene Opernhäuser, sowie an geschichtsträchtige Orte in den Städten Paris, Wien, Dresden, Nizza, St. Maximin und Barcelona.
Der Roman liest sich sehr angenehm und kurzweilig und enthält viele Elemente, die zur Reflektion der eigenen spirituellen Praxis einladen.
Das Buch liest sich ein wenig wie Dan Brown, hat aber eine tiefe spirituelle und gefühlvolle Dimension. Die Autorin flicht unter anderem bespielsweise auch die Troubadoure und die Minnebewegung mit ihrem Ideal der Liebe, die emotionalen Berührung der menschlichen Seele durch Musik und Tanz, elegant und eloquent in die Geschichte ein.